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Anpassungsfinder - die Datenbank für Hilfsmittel-Anpassungen

Im Anpassungsfinder sollen Betroffene, betriebliche Entscheider und Kostenträger nachschauen können, welche Software von wem bereits einmal an die Hilfsmittel blinder und sehbehinderter Menschen angepasst wurde. Erfasst werden sollen zukünftig auch Standardprogramme, die ohne spezielle Anpassungen auskommen.

Umgesetzt wurde das Projekt Anpassungsfinder gemeinsam mit Partnern. Hilfsmittelfirmen, Berufsförderungswerke, Organisationen der Selbsthilfe, Integrationsämter und der Technische Beratungsdienst der Arbeitsagentur haben sich intensiv an der Entwicklung des jetzt öffentlich verfügbaren Anpassungsfinders (https://anpassungsfinder.de) beteiligt.

Nun geht es darum, den Anpassungsfinder mit Leben zu füllen, Daten einzustellen und somit Markttransparenz zu schaffen. Gelingt dies, wird der Anpassungsfinder zu einem nützlichen Werkzeug, um sich einen Überblick zu verschaffen und um Auswahl- und Umsetzungsentscheidungen zu treffen.

Wer liefert die Daten?

INCOBS hat gemeinsam mit den Partnern ein Konzept für die Datenerfassung umgesetzt. Autorisierte Partner-Organisationen nutzen dieses Tool, um ihre Hilfsmittelanpassungen zu dokumentieren. Welches Hilfsmittel wurde für welche Software angepasst? War die Erstellung eines Hilfsmittel-Skripts notwendig? Wird durch die Anpassung nur ein Teil oder die gesamte Software zugänglich? Welche Tätigkeiten werden durch die Anpassung unterstützt? Die dokumentierenden Partner-Organisationen handeln selbständig und eigenverantwortlich. INCOBS stellt die Technik zur Verfügung und übernimmt die redaktionelle Betreuung des Anpassungsfinders.

Nach dem Abschluss der Pilot- und Erprobungsphase fiel nun im April der gemeinsame „Startschuss“ für das Dokumentieren von Anpassungen und für die Bekanntmachung des Anpassungsfinders.

Ziele: Markttransparenz und Barrierefreiheit

Der Anpassungsfinder soll nicht nur aufzeigen, welches Hilfsmittel Hilfsmittelfirmen oder Berufsförderungswerke an arbeitsplatzrelevante Software angepasst haben. Indem der Anpassungsfinder hier Transparenz schafft, wird zugleich auch deutlich, wie es um die Barrierefreiheit von Standardsoftware beschaffen ist. So können der Aufwand für Anpassungen oder häufige Aktualisierungen bereits vorhandener Anpassungen ein Beleg dafür sein, wie nachhaltig diese Anpassungen sind. Deutlich wird damit der Grad der Zugänglichkeit berufsrelevanter Software. Dies hilft Organisationen und Nutzern bei der Auswahl geeigneter Software.

Nicht zuletzt erzeugt der Anpassungsfinder auch einen öffentlichen Druck auf Software-Hersteller, deren Angebote nicht von vornherein barrierefrei sind, sondern erst einer Anpassung bedürfen. Dokumentiert werden kann im Anpassungsfinder übrigens auch Software, die ohne Anpassung zugänglich ist. Ein erster Schritt auf dem Weg zum Fernziel, dass Anpassungen zukünftig immer seltener nötig werden, weil die Software bereits barrierefrei ausgeliefert wird.

Workshop mit Partnern

Am 13. April 2016 fand ein Workshop mit Partnern statt, bei dem die fertiggestellte Webanwendung Anpassungsfinder vorgestellt wurde. Gleichzeitig sammelte das INCOBS-Projekt Vorschläge, wie die Dateneingabe und die Suche noch weiter verbessert werden können.

 

Anpassungsfinder bekannt machen

Im Workshop wurde mit allen Partnern abschließend überlegt, wie der Anpassungsfinder nun wirksam bekannt gemacht und wie die Datenbank nachhaltig mit aktuellen Einträgen gefüllt werden kann. Ein erster Schritt: der Anpassungsfinder wird vom INCOBS-Projekt auf der SightCity im Mai 2016 vorgestellt werden.

Weitere Maßnahmen sind geplant. So soll die Selbsthilfe bei der Bekanntmachung einbezogen werden. Weitere Kostenträger sollen über die Möglichkeit informiert werden, den Anpassungsfinder als Dokumentationsbasis für ihre Anpassungsaufträge zu nutzen. Auch die Partner-Organisationen versprachen, "die Werbetrommel zu rühren".

 

(Quelle: Incobs-DIAS GmbH - Daten, Informationssysteme und Analysen im Sozialen
Schulterblatt 36
20357 Hamburg)



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